T H E R A P I E F O R M

Was ist Gestaltungstherapie/Klinische Kunsttherapie?

Gestaltungstherapie/Klinische Kunsttherapie ist eine tiefenpsychologisch-fundiert-orientierte, nichtsprachliche, anerkannte psychotherapeutische Therapieform. Sie arbeitet mit kreativen Möglichkeiten des Ausdrucks im medizinischen Kontext. Im geschützten Raum, unter Wahrnehmung Ihrer individuellen resilienten Ressourcen, können Sie sich mit Farbe, Ton, Papier und Anderem ausprobieren und Ihren Gefühlen näherkommen. Ihre inneren seelischen Vorgänge können durch das kreative Gestalten nach außen hin sichtbar werden. Bewusste, vorbewusste und unbewusste seelische Prozesse werden in der Vergegenständlichung präsent. Sie bekommen Angebote, Gefühle, wie z. B. Angst, Freude und Wut auszudrücken. Sie erhalten Anregungen zur Auseinandersetzung mit sich selbst und können mögliche Konfliktlösungen in Begleitung entwickeln. Der Prozess wird mit sprachlichem Dialog begleitet. Durch die Möglichkeit der Erkenntnisgewinnung kann sich Ihre körperliche, geistige und seelische Selbstwahrnehmung und ihr Erleben und Verhalten verändern. Entdecken Sie mit mir Ihre Handlungsspielräume (wieder).

"Kunsttherapie ist ein eigenständiges Therapieverfahren im sozial-präventiven und sozial-rehabilitativen, im klinisch-psychologischen und im psychotherapeutischen Bereich. Das Verfahren bedient sich eines innerpsychischen oder aber psychomotorischen Ausdrucks, der sich in einem bildnerischen Medium, einem Bild, einer Plastik oder einer Grafik spiegelt. Auf diese Weise wird es ermöglicht, methodisch-intervenierend psychische und damit auch verhaltensorientierte Erlebnis- und soziale Ausdrucksformen anders, neu- und umzuorientieren. Das Verfahren sucht mittels der malerischen, plastischen oder grafischen Methoden so zu intervenieren, dass es unterstützend und ergänzend zu anderen Maßnahmen, vor allem zur medizinisch-rehabilitativen Behandlung, positiv auf Klärungs- und Heilungsprozesse einwirkt und bisher erlernte leidvolle Verhaltensschemata verändert. Die Verfahrensweisen der Künstlerischen Therapien (Kunst-, Musik-, Tanz-, Biblio- und Theater-Therapie) werden inzwischen malerisch, theatralisch, musikalisch, eben mit so vielen Medien, wie die Kunst sie kennt, sowohl in den stationären Einrichtungen der Akutklinik wie der Rehabilitation, als auch im sozialen Bereich angeboten. Über die Hälfte aller akuten und rehabilitativen klinischen Einrichtungen Deutschlands bieten die Verfahrensweisen an."

Menzen, Karl-Heinz (2013), S. 9 Kunsttherapie in der Sozialen Arbeit/Indikationen und Arbeitsfelder. Dortmund, Modernes Lernen, 2013.

Prof. Dr. Karl-Heinz Menzen

Was ist Kunsttherapie?/15 Minuten


Für wen ist Gestaltungstherapie / Klinische Kunsttherapie?

Gestaltungstherapie/Klinische Kunsttherapie wird im Kontext der Künstlerischen Therapien genannt bei:
- Bipolaren Störungen
- Posttraumatischen Belastungsstörungen
- Schizophrenie
- Schlaganfall
- schweren psychischen Erkrankungen/Psychosozialen Therapien
- dem Umgang mit Patienten mit nicht-spezifischen, funktionellen und somatoformen Körperbeschwerden
- unipolaren Depressionen
- Zwangsstörungen
- erwachsenen Krebspatienten / Psychoonkologie
- Mammakarzinom der Frau (Brustkrebs)
- Patienten mit einer nicht heilbaren Krebserkrankung in der Palliativmedizin
- Depressiven Störungen bei Kindern und Jugendlichen
- Psychosozialen Versorgung in der Pädiatrischen Onkologie und Hämatologie
- Essstörungen
- Demenzen

Quelle: Arbeitsgemeinschaft der Wissenschaftlichen Medizinischen Fachgesellschaften,siehe: "Leitlinien"



Gestaltungstherapie/Klinische Kunsttherapie wird eingesetzt bei:
- psychiatrischen Erkrankungen
- psychosomatischen Erkrankungen
- chronischen Erkrankungen
- Herz-Kreislauf-Erkrankungen
- neurologischen Erkrankungen
- rheumatischen Erkrankungen

Gestaltungstherapie/Klinische Kunsttherapie wird angewendet in der:
- Altenhilfe
- Behindertenhilfe
- Bewährungshilfe
- Familienhilfe
- Jugendhilfe
- Kinderhilfe
- Familienrehabilitation

Quelle: Das Deutsche Ärzteblatt, Bundesärztekammer (Arbeitsgemeinschaft der deutschen Ärztekammern) und Kassenärztliche Bundesvereinigung



Gestaltungstherapie/Klinische Kunsttherapie wird eingesetzt bei:
- affektiven Psychosen
- Angststörungen
- Persönlichkeitsstörungen/Borderline Störungen
- Traumastörungen
- Schmerzstörungen

Gestaltungstherapie/Klinische Kunsttherapie wird angewendet in der:
- Begleitung Eltern psychisch kranker Kinder

Quelle: Das Deutsche Ärzteblatt, Bundesärztekammer (Arbeitsgemeinschaft der deutschen Ärztekammern) und Kassenärztliche Bundesvereinigung



Gestaltungstherapie/Klinische Kunsttherapie wird eingesetzt bei:
- Erkrankungen der Inneren Medizin
- gynäkologischen Erkrankungen
- sozialpädiatrischen Aufgabenstellungen
- multimorbiden Erkrankungen, Behinderungen

Gestaltungstherapie/Klinische Kunsttherapie wird angewendet bei:
- Altersfaktoren wie Kindheit, Jugend, Alter
- Compliance Störungen
- Risikofaktoren durch psychosoziale Belastungen
- schweren sekundären psychischen Belastungen

Quelle: Deutscher Fachverband für Kunst- und Gestaltungstherapie e.V.



Die Behandlungsmöglichkeiten sind insgesamt sehr vielseitig. Wenn Sie sich mit Ihrer individuellen Fragestellung nicht einordnen können, hilft am besten ein persönliches Gespräch zur Klärung der Frage, ob der Einsatz der Therapiemethode für Sie unterstützend ist.
Beweggründe für eine Therapienutzung können auch sein:
- Sie sind von einer medizinischen Diagnose geschockt.
- Sie wollen mit ihrem Handycap klarkommen und eine gute Lebensqualität erreichen.
- Sie sind ein Angehöriger von einem Erkrankten und möchten wissen, wie Sie mit der Situation umgehen.
- Sie haben eine Krise oder einen Konflikt und suchen fachliche Unterstützung.

Wichtig ist:

Die Gestaltungstherapie/Klinische Kunsttherapie ersetzt keine notwendige ärztliche und oder psychotherapeutische Konsultation. Bei schweren Erkrankungen oder chronischen Krankheitsbildern, die ärztlich behandelt werden, können Patienten diese Therapieform begleitend für sich wahrnehmen.


Einzeltherapie & Paartherapie & Gruppentherapie

Ich biete die Therapieform in meiner Praxis als Einzel-, Paar- und Gruppentherapie an.

Siehe Reiter: "Angebote", "Aktuelles".





Mögliche Befürchtungen, bezogen auf die Therapieform:

Ich kann nicht malen, zeichnen und gestalten... ! Ich war in der Schule im Zeichnen schlecht... . Ich bin ungeschickt und phantasielos... . Ich habe keine Ideen und bin unkreativ... . Ich weiß, dass "sowas" bei mir nicht klappt... . Ich bin sehbehindert... . Ich habe bewegungseingeschränkte Hände... . Ich habe Gefühlsstörungen in den Händen... . Ich habe keine Vorkenntnisse... . Ich interessiere mich nicht für Kunst... . Ich kann mich auf dem Papier nicht ausdrücken... . Ich kann mich nicht konzentrieren... . Ich habe Beschwerden... . Ich bin oft erschöpft... . Ich habe Angst zu versagen... . Aus meiner Praxiserfahrung sind diese Bedenken kein Grund, das Therapieangebot abzulehnen.

Meine Erwartungen an Sie?

Ich freue mich darauf, Sie kennenzulernen!

Fotos:

1: Anke Andrea Eckert: Unbekannt: Unbekannt: Hamburg: Auswanderermuseum: 2017.

2: Anke Andrea Eckert: Lautsprecher: Berlin: 2017.

3: Anke Andrea Eckert: Rosa Marie Eckert: Monstermuffins: Berlin: 2013.

4: Anke Andrea Eckert: Weihnachtsmarkt: Karussell: Berlin: 2009.

5: Anke Andrea Eckert: Nick Eckert: Schattenbild: Quedlinburg: 2011.